Graf Heinrich I. von Fürstenberg
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Aktualisiert:
29. April 2017
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Frühgeschichte - Historia incognita
Das unbekannte Zeitalter
Die Frühgeschichte ist ein Teilgebiet der archäologischen Disziplin Ur- und Frühgeschichte. Sie bezeichnet eine Periode der Menschheitsgeschichte.
 
Die Erforschung dieser Epoche ist Sache der Archäologie und ihrer Hilfswissenschaften. Die Frühgeschichte befasst sich mit jenen Kulturen der Menschheit, über die erste schriftliche Aufzeichnungen (teils aus anderen Kulturen) bekannt sind, über die aber auch ein Teil der Erkenntnisse durch die archäologische Grabungen gewonnen wird. Sie beginnt, regional sehr unterschiedlich, mit dem ersten Auftreten von Schriftzeugnissen und reicht bis in die historische Zeit, der Geschichte im engeren Sinne. [siehe Wikipedia]
Keltische Großsiedlung Heuneburg aus dem 6. Jh. v.Chr. - Ortsteil Hundersingen, Gemeinde Herbertingen, Landkreis Sigmaringen - Bild: LepoRello (Wikipedia)
Keltische Großsiedlung Heuneburg aus dem 6. Jh. v.Chr. - Ortsteil Hundersingen, Gemeinde Herbertingen, Landkreis Sigmaringen - Bild: LepoRello (Wikipedia)
Die Burgundische Pforte - Einfallstor nach Norden
Frühgeschichtlicher Handelsweg mit zentraler Bedeutung für den kulturellen Austausch der mediterranen Welt mit der Hallstatt-Kultur (Westhallstattkreis). Entsprechende Funde konnten z.B. in der Heuneburg nachgewiesen werden.
Die bei der Heuneburg eingesetzte Lehmziegelmauer basiert z.B. auf mediterraner Bautechnik, das vor Jahren entdeckte monumentale Stadttor aus vormals präzise behauenen Kalksteinquadern aus dem 6. Jahrhundert vor Christus ist für die Hallstattzeit nördlich der Alpen bisher einmalig. Funde führen den Beginn der Besiedlung in die Mittelbronzezeit zurück, d.h. dem 15. bis 13. Jh. v.Chr.
Der Fundort stellt einen der größten vorgeschichtlichen Siedlungsplätze nördlich der Alpen dar, ein archäologisches Bodendenkmal ersten Ranges!
 
Allgemeine Funde: griechische Keramik, etruskische Bronzegefäße in reichen Gräbern und in befestigten Siedlungen, sowie auch massaliotische Weinamphoren.
 
Die Burgundische Pforte hat über die gesamte Zeitgeschichte betrachtet eine strategische Bedeutung eingenommen und verläuft auf der niedrigsten Höhenlinie von den heutigen Städten Mühlhausen (Elsass) und Besancon (Franche-Comté) über die Täler von Ill und Doubs am südwestlich gelegenen Montbéliard (Mömpelgard) vorbei. Der etwa 30 km breite Sattel in ca. 400m Höhe zwischen den Vogesen und dem Jura, verbindet das Rheintal mit den von Ognon und Doubs gebildeten Ausläufern des Saônetals. Auf den Flüssen dieser Region wurde bereits in vorgeschichtlicher Zeit ein reger Fernhandel betrieben.
info
In der Antike nutzte die griechische Kolonie Massalia die Burgundische Pforte als geologisches Einfallstor für die Handelsbeziehungen zu den Fürsten der Hallstatt- und Frühlatènezeit (Westhallstattkreis, Heuneburg). Der Warenverkehr wurde dabei größtenteils über die schiffbaren Flüsse Rhône, Saône, Rhein und Donau abgewickelt.
Die (früh-)keltischen Fürsten ließen sich von der mediterranen Kultur durchaus beeinflussen, zahlreiche Kunst- und Gebrauchsgegenstände aus dem Mittelmeerraum fanden an den Höfen dieser Herrscher ihren Absatz. Im Gegenzug wurde unter anderem der begehrte Bernstein, von den Griechen auch als elektron bezeichnet, in den Süden exportiert.
Den Griechen wie Römern waren die mythischen Bernsteininseln (Elektriden - Electrides insulae) der Antike gut bekannt, diese lagen in der heutigen Deutschen Bucht. In der griechisch-römischen Antike wurde ein verschwenderischer Handel mit Bernstein betrieben.
 
Antike - Historia antiqua
Griechische Expansion und Hellenismus
Die antike Stadt Mykene, in Griechenland - CC-Lizenz: Andreas Trepte
Die antike Stadt Mykene, in Griechenland - CC-Lizenz: Andreas Trepte
König Leonidas I. von Sparta († August 480 v.Chr. bei den Thermopylen). Feldherr des Hellenenbundes in der Schlacht bei den Thermopylen gegen die Perser - Sparta hatte eine einzigartige Staatsordnung und war in der Antike für seine Militärmacht berühmt - ©wikipedia - CC-Lizenz König Leonidas I. von Sparta († August 480 v.Chr. bei den Thermopylen). Feldherr des Hellenenbundes in der Schlacht bei den Thermopylen gegen die Perser - Sparta hatte eine einzigartige Staatsordnung und war in der Antike für seine Militärmacht berühmt - ©wikipedia - CC-Lizenz
Antike (von lateinisch antiquus "alt, altertümlich, hergebracht") bezeichnet die Epoche des Altertums im Mittelmeerraum.
 
Zeitlich reicht die Antike etwa von 1200 v.Chr. bzw. 800 v.Chr. bis ca. 600 n.Chr. und unterscheidet sich von vorhergehenden und nachfolgenden Epochen durch gemeinsame und durchgängige kulturelle Traditionen. Antike bezeichnet im engeren Sinne die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reichs. Insbesondere das Römische Reich vereinte den Mittelmeerraum seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. politisch und kulturell. Andere Völker und Kulturen spielen dann nur im Rahmen ihrer Kontakte zu Griechen und Römern eine Rolle. Antike im weiteren Sinne umfasst hingegen auch die Geschichte der altorientalischen nahöstlichen Hochkulturen Ägyptens, Mesopotamiens, Assyriens, Persiens und Kleinasiens, die etwa mit dem Beginn der Schriftlichkeit um 3500 v.Chr. einsetzt. [siehe Wikipedia]
Rise of an Empire - ©WB - Pressefoto
Rise of an Empire - ©WB - Pressefoto
Die Etrusker (Rasenna, lat. Etrusci, Tusci; griech. Tyrsenoi, Tyrrhenoi)
Antike See- und Handelsmacht mit Warenverkehr zu den Fürsten der Hallstatt- und Frühlatènezeit (Frühe Kelten, Proto-Kelten). "In Tuscorum iure pene omnis Italia fuerat" (Fast ganz Italien stand unter der Herrschaft der Etrusker), so kommentiert Cato den Einfluss den dieses Volk auf die italische Halbinsel hatte. 12 Städte, zwischen dem tyrrhenischen Meer, dem Tiber und dem Arno gelegen, bildeten die Etruskische Nation, die zwischen 800 und 100 v.Chr. dort kulturell nachweisbar ist. Das etruskische Staatswesen ist mit dem der Griechen vergleichbar, zur griechischen Kolonie Massalia bestanden Handelsbeziehungen (etruskische Route). Um 600 v.Chr. beherrschten die Etrusker, zusammen mit den verbündeten Karthagern (Punier), das westliche Mittelmeer.
Etruskische Wandmalerei, Tomba dei Leopardi, Tarquinia - ©wikipedia
Etruskische Wandmalerei, Tomba dei Leopardi, Tarquinia - ©wikipedia
Die Seeherrschaft der Etrusker wurde durch die verlorene Schlacht von Kyme (474 v.Chr.) gegen eine griechische Flotte nachhaltig geschwächt. Nachfolgende Kriege gegen die Samniten, Rom und die Kelten brachten den Zwölfstädtebund dann zum Einsturz. Im Jahr 90 v.Chr. erhielten alle Etrusker das uneingeschränkte römische Bürgerrecht.
Attische Triere - Kriegsschifftyp - 6. Jhdt. v.Chr. - ©nexusboard.net
Attische Triere - Kriegsschifftyp - 6. Jhdt. v.Chr. - ©nexusboard.net
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